2000er
2000 Hans-Christian Blech|| Andreas Neubauer|| Curd Jรผrgens|| Polnische Filmplakate|| Alfred Hitchcock 2001 Peter Sempel|| Audrey Hepburn|| Klaus Kinski2002Im Blick: Goldmann. Kleber. Schulz. von Schwichow|| Ken Adam|| Jub Mรถnster|| Heinz Rรผhmann2003 Winnetou und sein roter Bruder โ Indianerfilme in der BRD und DDR || Camilla Horn|| Akira Kurosawa2004Stanley Kubrick|| Stephen Sack|| al Cinema al Arabiya|| Engel in Film & Kunst|| Christel & Margret Tenbuร2005 Bernd Weisbrod|| Hardy Krรผger|| Rosa von Praunheim|| Stop Motion||Puppentrickfilm|| Fritz Genschow|| Die Kommissarinnen – Fotografien von Herlinde Koelbl|| Victor Vicas2006Garbo’s Garbos|| helga anders und roger fritz|| Doppelpass. Frankfurter Fuรballfilm Festival|| Bernhard Wicki|| Fuรball.Still.|| Das Boot 2007 Maria Schell|| Asta Nielsen|| Karl Valentin|| Arnold Hau?! 2008 Anime!|| Alles รผber Rosemarie|| Jim Rakete 2009H.R. Giger|| Lost Media: Found || Schรคtze deutscher Filmgeschichte || Bernhard Grzimek
Hans-Christian Blech
23.2. โ 2.4.2000 Galerie im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main
Ausstellung zum 85. Geburtstag von Hans-Christian Blech [* 20.2.1915 โ 5.3.1993]. Seine Laufbahn begann 1934 in seiner Heimatstadt Darmstadt, auf der Bรผhne des Hessischen Landestheaters. Auf die Bรผhne kehrte er neben seinen Arbeiten fรผr den Film, das Fernsehen und den Rundfunk immer wieder zurรผck. Blech spielte in mehr als vierzig Filmen, bei Regisseuren wie Bernhard Wicki und Claude Chabrol, u.a. neben Marlon Brando oder Romy Schneider. Als einen der wenigen deutschen Schauspieler der รคlteren Generation engagierten die damals jungen Filmemacher und Filmemacherinnen des Neuen Deutschen Films den Charakterdarsteller – etwa in FALSCHE BEWEGUNG [Wim Wenders, 1975] oder MESSER IM KOPF [Reinhard Hauff, 1978].
In Zusammenarbeit mit Daniel Semler | Jan Koester

Photographien Andreas Neubauer
15.3. โ 21.5.2000 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Eigentlich wollte Andreas Neubauer [* 16. Mai 1965] Schauspieler werden, stellte aber fest, dass ihm das Wirken hinter der [Foto-]Kamera wesentlich besser liegt. Im Laufe der Jahre fotografierte er eine Vielzahl an bekannten und weniger bekannten Protagonistinnen und Protagonisten des deutschen und internationalen Films. Die Vielfalt seiner Arbeiten ist beeindruckend, wie die Namensliste der Portrรคtierten.
Die fรผr das Deutsche Filmmuseum konzipierte Ausstellung zeigte erstmals 120 Arbeiten des Mรผnchner Fotografen.
Prallel erschien ein Bildband und im Kino des DFM zeigten wir eine Filmreihe.
Kuratorium: Silke Hartmann| Hans-Peter Reichmann [Projektleitung] mit Andreas Neubauer
weitere Stationen: Deutsche Kinemathek. Museum fรผr Film und Fernsehen, Berlin als Erรถffnungsausstellung des neu erรถffneten Museums [27.9.2000 โ 7.1.2001] || Goethe-Institut, Paris LES STARS DU CINรMA โ Photographies d’Andreas Neubauer [17.10. โ 27.11.2001]



Curd Jรผrgens
7.6. โ 10.9.2000 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Curd Jรผrgens [* 13.12.1915 โ 18.6.1982] zรคhlt zu den bekanntesten und gefragtesten Darstellern des westdeutschen Nachkriegsfilms. Der Schauspieler spielte in mehr als 150 nationalen und internationalen Film- und Fernsehproduktionen und trat auf europรคischen Theaterbรผhnen auf. Die Ausstellung basierte auf dem kรผnstlerischen Nachlass des Schauspielers, Regisseurs und Autors, den seine Witwe Margie Jรผrgens an das Deutsche Filmmuseum รผbergab. Ein Portrรคt anhand der Stationen Jugend und Familie, Theater- und Film, aber auch des privaten Curd Jรผrgens: das Leben im Jet Set, die Partnerinnen, der Weltstar im Visier der Yellow Press.
Zur Ausstellung erschien ein umfangreicher Begleitband mit Texten zu Leben und Werk von Curd Jรผrgens. Das Kino des DFM zeigte eine Filmreihe.
Idee | Kuratorium: Hans-Peter Reichmann. Assistenz [Frankfurt am Main]: Eleonore Emsbach | Thomas Worschech. Gestaltung: Gรผnter Illner
weitere Station: รsterreichisches Theatermuseum, Wien [17.5. โ 23.9.2001]




Zum Nachlass von Curd Jรผrgens siehe die virtuelle Ausstellung: https://curdjuergens.deutsches-filminstitut.de/
Polnische Filmplakate der fรผnfziger und sechziger Jahre
10.10. โ 3.12.2000 Galerie im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main

Im Mittelpunkt unserer Auswahl stand die Frage: Wie wurde westlicher Film beworben?
Bereits seit den 1950er Jahren sorgten polnische Filmplakate international fรผr Aufsehen. Es entstanden Werke, die sich durch ihre eigene Bildsprache deutlich von der westlichen Plakatkunst absetzten โ und diese zugleich beeinflussten. Traditionelle Techniken verschmolzen hier mit den Errungenschaften der modernen Kunst zu Bildwelten voller Poesie, Witz, Groteske und philosophischer Tiefe.
Prรคsentation anlรคsslich des Buchmessen-Gastlandes Polen. Die Exponate stammten aus der Sammlung Mechthild Fricke aus Frankfurt am Main, die sich heute im Plakatarchiv des DFF befindet.
Obsessionen Die Albtraum–Fabrik des Alfred Hitchcock
29.11.2000 โ 11.3.2001 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Alfred Hitchcock [* 13.8.1899 โ 29.4.1980] zรคhlt zu den bekanntesten Filmregisseuren des 20. Jahrhunderts. Wie kaum ein anderer prรคgte er seine Werke in allen Aspekten โ von der ersten Drehbuchzeile รผber die Regie bis hin zur Inszenierung der Werbung. Als Master of Suspense erforschte er die dunklen Abgrรผnde der menschlichen Psyche: in seinen Figuren ebenso wie im Innersten seines Publikums.
Kooperation der Filmmuseen in Dรผsseldorf [Kuratorin: Heidi Draheim [โ ]], Frankfurt am Main, Mรผnchen und Potsdam
Kuratorium Frankfurt am Main: Hans-Peter Reichmann. Assistenz: Maren Wurster
Zur Frankfurter Ausstellung erschien als Kinematograph Nr. 15 die Publikation Hitchcock in Frankfurt. ISBN-Nr.: 3-88799-061-7

KINO – XTREM Filme + Fotos Peter Sempel | Outsiders, Music + Dance
20.2. โ 1.4.2001 Galerie im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main
Seine Leidenschaft fรผr Musik, Kino, Konzerte, Ballett und Punk brachte den Autodidaketen Peter Sempel [* Mรคrz 1954] zum Filmemachen. 1981 drehte er erste ยปPunkfilmeยซ, es folgten Musik- und Tanzfilme, die er in Off-Kinos, Diskotheken und Kulturzentren von Tokio bis Sรฃo Paulo vorfรผhrte โ hierbei entstanden unzรคhlige Fotografien. Eine Auswahl dieser Aufnahmen prรคsentierten wir in der Galerieaustellung.
Parallel zeigte das Kino des Museums mit 10 Programmen die erste Retrospektive der Filme von Peter Sempel in Deutschland.
Idee | Kuratorium | Realisierung: Hans-Peter Reichmann mit Peter Sempel

Audrey Hepburn a woman, the style
11.7. โ 30.9.2001 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Audrey Hepburn [* 4.5.1929 โ 20.1.1993] war weit mehr als eine hervorragende Schauspielerin, ein groรer Star. Ihre Art, sich schlicht und doch formvollendet zu kleiden, schuf eine generationsรผbergreifende Chiffre fรผr Eleganz und Anmut. Kostbare Exponate wie das Kostรผm aus BREAKFAST AT TIFFANYยดS [USA 1961 | Blake Edwards], Kleider von Givenchy, Filmfotografien oder die Vespa aus ROMAN HOLIDAY [USA1953 | William Wyler] spiegeln die Aura sowie den unverkennbaren Stil der Schauspielerin wider.
Zur Ausstellung erschien ein [externer] Katalog in englischer und japanischer Sprache.
Das Kino des DFM zeigte eine Retrospektive von Filmen mit Audrey Hepburn.
Kooperation mit dem Museo Salvatore Ferragamo, Florenz [Kurator:in: Stefania Ricci, Gianluca Bauzano] und dem Audrey Hepburn Children’s Fund. Nach der Erstprรคsentation im Palazzo Spini Feroni, Florence | Italien [1.5. โ 1.9.1999] und Sationen in Japan, Australien und den USA war die Ausstellung, exklusiv fรผr Deutschland, nur in Frankfurt am Main zu sehen.
Projektleitung | Organisation [Frankfurt am Main]: Hans-Peter Reichmann. Assistenz: Henning Engelke | Annette Friedmann


ICH, Kinski
23.10.2001 โ 27.1.2002 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Klaus Kinski [* 18.10.1926 โ 23.11.1991]: Rezitator, Bรผhnendarsteller, Filmschauspieler, Autor. ยปErotomaneยซ, ยปExzentrikerยซ ยปenfant terribleยซ fรผr die Medien. Er selbst trug durch seine Auftritte, seine รuรerungen und nicht zuletzt durch seine Autobiografie dazu bei, dass ihn stets ein Hauch von Mythos und Skandal umgab. Die Ausstellung portrรคtierte den Schauspieler anhand von Fotografieren, Dokumenten und persรถnlichen Gegenstรคnden jenseits des Klischees vom ยปBerufs-Irrenยซ auch als hyperproduktiven und empfindsamen Kรผnstler.
Zur Ausstellung verรถffentlichten wir eine umfangreiche Publikation mit Texten u.a. von Zeitzeuginnen und Zeitzeugen sowie Filmwissenschaftlerinnen und Filmwassenschftlern.
Das Kino des DFM zeigte eine Klaus Kinski-Filmreihe.
Idee | Kuratorium [Frankfurt am Main | Dรผsseldorf | Potsdam | Wien]: Hans-Peter Reichmann. Ko-Kuratorium: Ulrike Rechel [Frankfurt am Main]. Mitarbeit in Frankfurt am Main: Johannes Kamps. In Zusammenarbeit mit The Klaus Kinski Estate. Ausstellungsgestaltung: Gรผnter Illner



weitere Stationen: Filmmuseum Dรผsseldorf [16.2. โ 4.4.2002] || Filmmuseum Potsdam [3.5. โ 1.9.2002] || รsterreichisches Theatermuseum, Wien [8.4. โ 1.6.2003]



IM BLICK PHOTOGRAPHIEN
20.2. โ 20.5.2002 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main
Vier Berliner Fotografinnen und Fotografen: Petra Goldmann, Birgit Kleber, Christian Schulz und Ekko von Schwichow. Seit den 1980er Jahren fotografierten sie vor allem auf den Internationalen Filmfestspielen Berlin [Berlinale], portrรคtierten Protagonistinnen und Protagonisten des internationalen Films.
Kuratorium: Petra Goldmann | Hans-Peter Reichmann



Ken Adam Visionรคre Filmwelten
5.6. โ 15.9.2002 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Ken Adam [* 5.2.1921 โ 10.3.2016] war einer der bekanntesten Production Designer der internationalen Filmgeschichte. Er entwarf die legendรคren Sets der James-Bond-Produktionen von DR. NO [Groรbritannien 1962 | Terence Young] bis MOONRAKER [Groรbritannien 1979 | Lewis Gilbert], arbeitete mit Regisseuren wie Stanley Kubrick fรผr DR. STRANGELOVE OR: HOW I LEARNED TO STOP WORRYING AND LOVE THE BOMB [Groรbritannien 1964] und BARRY LYNDON [Groรbritannien 1975] oder zuletzt fรผr Istvรกn Szabรณ TALKING SIDES โ DER FALL FURTWรNGLER [Frankreich | Deutschland | Groรbritannien 2001]. Sein Stil wird als Adam-Style bezeichnet. Zweimal erhielt er einen Oscarยฎ, sechsmal war er nominiert. Die Ausstellung โ als Atelierraum angelegt โ ermรถglichte Blicke auf die kreativen Welten und das visonรคre Werk von Sir Ken Adam und zeigte rund 350 Originalentwรผrfe aus seinem Londoner Archiv.
Das Kino des DFM zeigte parallel eine Filmreihe.
Idee | Kuratorium: Hans-Peter Reichmann mit Ken Adam. Kuratorische Assistenz: Annette Friedmann. Mitarbeit: Kirsten Landwehr | Ulrike Rechel. Modellbau: Gerald Narr. Gestaltung: Gรผnter Illner [conceptdesign]
weitere Station: Martin-Gropius-Bau, Berlin [1.11.2002 โ 24.2.2003]












JUB MรNSTER Zeichnungen | Bilder
6.10. โ 1.12.2002 Galerie im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main

Fรผr die Arbeiten von Jub Mรถnster [* 1949] bildet der Film eine wichtige Referenz, inhaltlich wie formal. Unter den fotografischen Vor-Bildern seiner humorvollen Zeichnungen und Malereien finden sich neben den Portrรคts und Hinterkรถpfen berรผhmter Schauspieler und Schauspielerinnen auch prรคgnante Filmstills aus Filmklassikern, etwa der todbringende Revolverlauf aus LE SAMOURAI [Frankreich 1967 | Jean Pierre Melville] oder die rasende Kutschfahrt aus John Fords STAGECOACH [USA 1939].
Ausgestellt waren Arbeiten in verschiedenen Techniken und Materialien, darunter รlbilder, Aquarelle und Kugelschreiberzeichnungen auf Resopal und Holzfunier.
Kuratorium: Hans-Peter Reichmann mit Jub Mรถnster. Assistenz: Tim Heptner
Ein guter Freund Heinz Rรผhmann zum 100. Geburtstag
16.10.2002 โ 16.2.2003 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Wer kennt ihn nicht: als ยปSchรถler Pfeifferยซ, als ยปHauptmann von Kรถpenickยซ oder als ยปbraven Soldaten Schweijkยซ … Heinz Rรผhmann [* 7.3.1902 โ 3.10.1994], einen der populรคrsten deutschen Schauspieler. Mit Filmen wie DIE DREI VON DER TANKSTELLE [Deutschland 1930 | Wilhelm Thiele], QUAX, DER BRUCHPILOT [Deutschland 1941 | Kurt Hoffmann] und DIE FEUERZANGENBOWLE [Deutschland 1943|1944 | Helmut Wiess] spielte er sich in die Herzen der Zusachauerinnen und Zuschauer. Als Reprรคsentant des ยปkleinen Mannesยซ verteidigte er stets die bรผrgerliche Normalitรคt und das kleine Glรผck. Sein Markenzeichen war das verschmitzte Lรคcheln, mit dem er sich gegen die Widrigkeiten des Lebens wappnete.
In sieben Kabinetten beschรคftigte sich die Ausstellung mit Leben und Werk des Schauspielers und setzte diese in Beziehung zu den politischen und gesellschaftlichen Wandlungen Deutschlands im 20. Jahrhundert.
Das Kino des DFM zeigte parallel eine Reihe mit Rรผhmann-Filmen.
Eine Kooperation mit Deutsche Kinemathek|Filmmuseum Berlin. Kuratorium [Berlin]: Torsten Kรถrner. Projektleitung [Frankfurt am Main]: Hans-Peter Reichmann


Winnetou und sein roter Bruder Indianerfilme in der BRD und DDR
12.3. โ 31.8.2003 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main
ยปNun sehen wir sie endlich von Angesicht zu Angesicht, […] mit ihnen reiten wir รผber die endlosen Weiten der amerikanischen Prรคrie, mit ihnen erleben wir das groรe Abenteuer eines gnadenlosen Kampfes um den Besitz mรคrchenhafter Reichtรผmer.ยซ [Zitat aus: DER SCHATZ IM SILBERSEE. BR Deutschland | Jugoslawien 1962 | Harald Reinl]

ยปIndianerfilmeยซ hatten in den 1960er Jahren in beiden deutschen Staaten eine enorme Popularitรคt. Winnetou eroberte die Leinwรคnde der bundesrepulikanischen Kinos. Er und sein Blutsbruder Old Shatterhand prรคgten als mรคrchenhaft edle und gerechte Idole nachhaltig die kollektive Vorstellung von ยปIndianernยซ. Wenige Jahre nach dem groรen Erfolg der Karl-May-Verfilmungen der Rialto Film [Horst Wendtlandt] und der CCC Filmkunst [Artur Brauner] in der Bundesrepubik Deutschland, begann auch die DEFA in der Deutschen Demokratischen Republik mit der serienenmรครigen Produktion von ยปIndianerfilmenยซ. Wie Pierre Brice [* 6.2.1929 โ 6.6.2015] als Winnetou, wurde auch dessen ยปroter Bruderยซ Gojko Mitiฤ [* 13.6.1940] in der Rolle verschiedener Hรคuptlinge, die fรผr das Gute kรคmpfen, zum Star. Die Ausstellung veranschaulichte die Unterschiede, aber auch Gemeinsamkeiten in den Produktions- und Wirkungsweisen dieser Filme und informierte รผber Geschichte, Stars, Dramaturgie und Wirkung. So ergab sich ein Bild zweier getrennter, aber dennoch aufeinander bezogener Abschnitte deutscher Filmgeschichte. Gezeigt wurden Kostรผme und Requisiten, Recherche- und Produktionsunterlagen, Stand- und Werkfotos, Plakate, Filmsequenzen, Musik- und Dialogausschnitte sowie Beispiele der Vermarktung des Genres in der BRD und DDR.
Im Kino des DFM zeigten wir parallel eine Filmreihe.
Idee | Kuratorium: Hans-Peter Reichmann mit Henning Engelke. Assistenz: Simon Kopp. Kostรผmrestaurierung: Heidi Blรถcher. Gestaltung: Gรผnter Illner [conceptdesign] Bau: Holger Gehr, Eckard Hirsch. Presse: Tim Heptner
Eine Zusammenarbeit mit dem Museum der Weltkulturen, Frankfurt am Main und dem Deutschen Ledermuseum, Offenbach
weitere Stationen: Schlossbergmuseum Chemnitz [31.1. โ 2.5.2004] || Kultur- und Stadthistorisches Museum Duisburg [30.5. โ 17.10.2004








Camilla Horn Von Frankfurt nach Hollywood
18.5. โ 31.8.2003 Galerie im Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

1926 wurde die gebรผrtige Frankfurterin Camilla Horn [* 25.4.1903 โ 14.8.1996] weltberรผhmt durch ihre Rolle als Gretchen in Friedrich Wilhelm Murnaus FAUST-Film. In den 1930er Jahren avancierte die Darstellerin zum Vamp, sie personifizierte weltlรคufige und sinnliche Frauenfiguren wie die fordernde Geliebte, die grande dame und femme fatale. Die Ausstellung basierte auf Exponaten aus dem Nachlass der Kรผnstlerin. Zu sehen waren Szenen-, Werkfotos und Starportrรคts, ferner Theatermaterialien, Produktionsunterlagen sowie persรถnliche Dokumente. Sie dokumentierten die internationale Karriere einer der groรen Filmdiven ihrer Zeit.
Zur Ausstellung erschien eine Publikation. Das Kino des DFM zeigte Filme mit Camilla Horn.
Kooperation mit der Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, Wiesbaden und der Transit Film GmbH, Mรผnchen.
Idee | Kuratorium: Hans-Peter Reichmann mit Beate Dannhorn [Registratur], Johannes Kamps [Recherchen]
Akira Kurosawa
1.10.2003 โ 4.1.2004 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Akira Kurosawa [* 23.3.1910 โ 6.9.1998] weckte mit seinen preisgekrรถnten Klassikern wie RASHOMON [Japan 1950] oder SHICHININ NO SAMURAI [Die sieben Samurai | Japan 1954] das Interesse eines weltweiten Publikum fรผr das japanische Kino. Die Ausstellung prรคsentierte zahlreiche seiner Malereien aus spรคten Produktionskontexten wie RAN [Japan 1985] oder KAGEMUSHA [Kagemusha โ Der Schatten des Kriegers | Japan 1980], Filmkostรผme sowie Arbeitsdrehbรผcher, Plakate, Fotos und Regiepreise.
Zur Ausstellung erschien eine Publikation. Das Kino des DFM zeigte eine Kurosawa-Filmreihe.
Kooperation mit der Kurosawa Production Inc., Yokohama
Idee | Kuratorium: Hans-Peter Reichmann mit Annette Friedmann. Assistenz: Frank Klein. Projektbรผro: Alexandra Schreiber. Kostรผmrestaurierung: Yoshio Aihara, Takatsu Soshoko Bijutsu Co., Ltd. | Heidi Blรถcher, Frankfurt am Main | Willi Fuchs, Dรผsseldorf. Presse: Kathrin Grรผn. Gestaltung: Gรผnter Illner [conceptdesign]



Stanley Kubrick
31.3. โ 4.7.2004 Deutsches Filmmuseum & Deutsches Architekturmuseum, Frankfurt am Main
Das Deutsche Filmmuseum prรคsentierte die weltweit erste Ausstellung zum Gesamtwerk des Regisseurs Stanley Kubrick. 2003|2004 in Kooperation mit dem Deutschen Architektur Museum [DAM] erarbeitet, konnte diese, als Wanderausstellung konzipierte Ausstellung auf Primรคr-Materialien aus Stanley Kubricks Nachlass, einen der grรถรten Privatbestรคnde der Filmgeschichte, zurรผckgreifen. Die รffentlichkeit erhielt Einblick in Kubricks Arbeitsunterlagen [Drehbรผcher, Drehplรคne, Produktionsskizzen, Korrespondenz, Requisiten, Modelle etc.] zu allen seinen Projekten, auch den nicht realisierten.
Zur Ausstellung erschien eine reich illustrierte Publikation mit Beitrรคgen zum Werk von Stanley Kubrick. Das Kino des DFM zeigte eine umfangreiche Filmreihe.
Idee | Kuratorium | Projektleitung: Hans-Peter Reichmann. Organisation: Maja Keppler. Assistenz: Tim Heptner | Andrea Schreiber. Co-Kuratorium [2003|2004 fรผr DAM, Frankfurt am Main] Falk Horn | Bettina Rudhof [โ ]. Ersterfassung des Kubrick-Archivs: Bernd Eichhorn. Ausstellungsgestaltung: conceptdesign [Gรผnter Illner]. Videoschnitt: Christian Appelt. Modellbau: Jรถrg Kallmeyer | Jack Moik | Gerald Narr | Daniel Simmer | Ralf Stegmann | Christian Walter. Filmreihe: Monika Haas
Seit 2005 ist die Ausstellung auf Welttournee โฆ [Projektleitung: Hans-Peter Reichmann. Tourmanagement: Tim Heptner]. Siehe: https://www.stanleykubrick.de/ausstellung-exhibition/

weitere Stationen:
- Berlin | Martin-Gropius-Bau [20.1. โ 18.4.2005]
- Melbourne [Australien] | Australian Centre for the Moving Image [ACMI] [25.11.2005 โ 29.1.2006]
- Gent [Belgien] | Caermesclooster [5.10.2006 โ 7.1.2007]
- Zรผrich [Schweiz] | Kulturhaus SihlCity [26.4. โ 2.9.2007]
- Rom [Italien] | Palazzo delle Esposizioni [6.10.2007 โ 6.1.2008]
- Paris [Frankreich] | Cinรฉmathรจque franรงaise [23.3. โ 31.7.2011]
- Amsterdam [Niederlande] | EYE Filminstitut Netherlands [21.6. โ 9.9.2012]
- Los Angeles [USA] | Los Angeles County Museum of Art [LACMA] [1.11.2012 โ 30.6.2013]
- Sรฃo Paulo [Brasilien] | MIS โ Museu da Imagem e do Som [9.10.2013 โ 12.1.2014]
- Krakau [Polen] | Muzeum Narodowe w Krakowie [4.5. โ 14.9.2014]
- Toronto [Kanada] | TIFF Bell Lightbox Building [31.10.2014 โ 25.1.2015]
- Monterrey [Mexiko] | MARCO โ Museo de Arte Contemporรกneo [6.3. โ 26.7.2015]
- Seoul [Sรผd-Korea] | SeMA โ Seoul Museum for Arts [29.11.2015 โ 13.3.2016]
- San Francisco [USA] | CJM โ Contemporary Jewish Museum [30.6. โ 30.10.2016]
- Mexico City [Mexiko] | Cineteca Nacional Mexico [1.12.2016 โ 30.7.2017]
- Kopenhagen [Dรคnemark] | Kunstforeningen GL Strand [23.9.2017 โ 14.1.2018]
- Barcelona [Spanien] | Centre de Cultura Contemporร nia de Barcelona [ICCCB] [24.10.2018 โ 31.3.2019]
- London [Groรbritannien] | Design Museum [26.4. โ 17.9.2019]
- Madrid [Spanien] | CBA โ Cรญrculo de Bellas Artes [21.12.2021 โ 8.5.2022]
- Istanbul [Tรผrkei] | Istanbul Sinema Muzeri [30.9.2022 โ 26.2.2023]




Nachstehender Text war meine Rede fรผr Montagabend: Preview // Fassung 29. Mรคrz 2004
Meine sehr geehrten Damen und Herren,
herzlich willkommen zur Preview der Ausstellung STANLEY KUBRICK. Es ist mir eine groรe Freude, Sie heute Abend begrรผรen zu dรผrfen โ zur Prรคsentation eines wahren Schatzes: Erstmals ist der Nachlass eines der bedeutendsten Regisseure der internationalen Filmgeschichte der รffentlichkeit zugรคnglich. Gemeinsam werden wir gleich durch die Ausstellung gehen โ und Sie dรผrfen gewiss sein: Sie erleben eine Premiere. Mein besonderer Gruร gilt heute Christiane Kubrick, ohne deren groรzรผgige Unterstรผtzung und Vertrauen dieses Projekt nicht mรถglich gewesen wรคre. Ebenso herzlich begrรผรe ich Jan Harlan, dessen Engagement und Offenheit fรผr unsere Idee maรgeblich dazu beitrugen, diese Ausstellung ins Leben zu rufen. Auch den vielen Mitgliedern, Freundinnen und Freunden der Familien Kubrick und Harlan, die den Weg nach Frankfurt gefunden haben, danke ich von Herzen. Und nicht zuletzt freue ich mich, Sir Kenneth Adam und Lady Letizia erneut hier bei uns begrรผรen zu dรผrfen. Oft wurde ich in den vergangenen Monaten gefragt, wie dieses Projekt รผberhaupt entstand. Eine gewisse Mitverantwortung trรคgt, wenn ich so sagen darf, Sir Ken Adam. Im Jahr 2002 widmete unser Haus ihm eine Ausstellung รผber seine visionรคre Filmarchitektur. Zur Finissage dieser Ausstellung waren Christiane Kubrick und Jan Harlan zu Gast in unserem Kino, wo wir eine restaurierte 35mm-Kopie von DR. STRANGELOVE zeigten โ jenem Meisterwerk, das Ken Adams Gestaltung und Kubricks Brillanz so unvergesslich vereint. Am Nachmittag vor der Vorstellung hatten wir drei uns in einem Cafรฉ hier am Museumsufer getroffen. Wir sprachen รผber integrale Filmkopien, Synchronisationen und das Kino als Ort des echten Film-Erlebens. Ich erfuhr, dass Stanley Kubrick auf seinem Anwesen nicht nur รผber ein eigenes Kino verfรผgte, sondern auch รผber einen nahezu vollstรคndigen Nachlass-Fundus: Kameras, Objektive, das legendรคre Front-Projection-System aus 2001: A SPACE ODYSSEY, unzรคhlige Fotos, Drehbรผcher, Recherchematerial, Requisiten โ Zeugnisse von fรผnf Jahrzehnten akribischer Arbeit. Die Idee war geboren: diesen Schatz zu heben und in einer Ausstellung der รffentlichkeit zugรคnglich zu machen. Die Antwort auf meine vorsichtige Anfrage, ob dies mรถglich wรคre, lautete damals: ein entschiedenes „Jein“… Die logistischen, konzeptionellen und finanziellen Herausforderungen eines solchen Projektes waren betrรคchtlich. Doch nur drei Monate spรคter, im Dezember 2002, durfte ich Childwickbury Manor in St. Albans besuchen โ jenen legendรคren Landsitz der Kubricks. Es war, in aller Schlichtheit gesagt, รผberwรคltigend. Nicht nur der Anblick des Graureihers, der sich abends aus dem kleinen See seine Mahlzeit holte, war beeindruckend. Auch das Herzstรผck des Hauses โ eine groรe Kรผche โ barg ihre eigene Faszination: Der Holztisch aus THE SHINING, ein Kronleuchter aus BARRY LYNDON, Stรผhle aus EYES WIDE SHUT. Am Tisch sitzend, erzรคhlte mir Jan Harlan beilรคufig, dass auf meinem Platz Steven Spielberg gesessen habe, als er mit Stanley Kubrick รผber das Projekt A.I. sprach. Spรคtestens in diesem Moment war mir bewusst, dass wir es hier mit einem einzigartigen filmhistorischen Erbe zu tun hatten. Fรผr mich als Filmhistoriker fรผhlte es sich an wie fรผr Dagobert Duck kurz vor dem Sprung in seinen Thalerpool … Aus dem vorsichtigen „Jein“ war inzwischen ein klares „Ja“ geworden. Von Beginn an war unsere Zusammenarbeit getragen von groรer Offenheit und einer Herzlichkeit, die ich besonders schรคtze. Acht Monate lang lebte und arbeitete unser Archivar Bernd Eichhorn in St. Albans, sichtete und katalogisierte tausende Dokumente und Objekte. Auf dieser Grundlage konnten wir in Frankfurt die Ausstellung konzipieren und die Auswahl der Exponate treffen. Hunderte Boxen mit kostbarem Inhalt trafen schlieรlich am Main ein.
Wie bei der Produktion eines Films ist auch eine Ausstellung das Ergebnis intensiver Teamarbeit. Ich danke Frau Prof. Dr. Flagge, Direktorin des Deutschen Architekturmuseums, die der Idee einer interdisziplinรคren Zusammenarbeit sofort begeistert zustimmte, ebenso den Co-Kuratoren Bettina Rudhof und Falk Horn. Doch ohne finanzielle Unterstรผtzung wรคre all die Vor- und Realisierungsarbeit nicht mรถglich gewesen. Mein besonderer Dank gilt daher dem Kulturdezernenten der Stadt Frankfurt am Main, Herrn Dr. Nordhoff, fรผr die groรzรผgige Anschubfinanzierung, sowie der Kulturstiftung des Bundes, der Hessischen Kulturstiftung, der Speyer’schen Hochschulstiftung und dem Hessischen Ministerium fรผr Wissenschaft und Kunst. Sie alle haben dazu beigetragen, dass wir dieses groรe Vorhaben โ bestehend aus Ausstellung, Filmreihe, Katalog und Symposium โ realisieren konnten. Ich danke ebenso herzlich den zahlreichen Unternehmen, die uns mit Sach- und Dienstleistungen unterstรผtzten. [siehe Tafel!] Stellvertretend fรผr die vielen stillen Helferinnen und Helfer mรถchte ich Maja Keppler und Tim Heptner danken, die mit Ausdauer und Organisationsgeschick die Vorbereitung und Realisierung dieser Ausstellung ermรถglicht haben โ liebe Maja, lieber Tim, Ihr seid einfach grandios! Mein besonderer Dank geht an Gรผnter Illner, der wie so oft mit ruhiger Hand und wachem Auge die grafische Gestaltung und Bauleitung รผbernommen hat โ ein stiller Held, dessen einziger Stressindikator der zunehmende Konsum von Zigarillos ist…
Nun lade ich Sie herzlich ein, die Premiere der Ausstellung STANLEY KUBRICK mit uns zu feiern. Genieรen Sie diesen Abend โ und lassen Sie sich von der Welt eines der grรถรten Regisseure der Filmgeschichte verzaubern. Herzlichen Dank.



Phantasmagogie Fotografien von Stephen Sack
3.10. โ 28.11.2004 Galerie im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main

Der US-amerikanische Kรผnstler und Fotograf Stephan Sack verwendet als Ausgangspunkt seiner Arbeiten historische Glasbilder aus dem 19. Jahrhundert. In Laterna Magica-Auffรผhrungen, auch Phantasmagogien genannt, erzรคhlten diese Bilder Geschichten in Licht und Schatten, die das Publikum lange vor der Erfindung des Films belehrten, belustigten oder auch zum Gruseln brachten.
Sack nutzt traditionelle fotografische Verfahren ohne jede digitale Bearbeitung, um historische Bilder in ihrer Materialhaftigkeit in neue Zusammenhรคnge zu setzen. Die Arbeiten sind archรคologische Fantasien und schaffen jenseits ihrer motivischen Herkunft eine ganz eigene Welt. Fรผr eine der ausgestellten Fotoarbeiten diente ein seltenes Glasbild aus der Sammlung des Museums als Vorlage.
Kuratorium: Daniela Dietrich | Henning Engelke | Hans-Peter Reichmann [Projektleitung]
al Cinema al Arabiya
8.10. โ 7.11.2004 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Anlรคsslich der Frankfurter Buchmesse prรคsentierten das Deutsche Filmmuseum und die Liga der Arabischen Staaten unter dem Titel al Cinema al Arabiya. Impressionen aus der arabischen Welt, eine gemeinsame Ausstellung mit Architekturentwรผrfen, Fotografien und Plakaten. In seinem Kino zeigte das Museum vom 7.10.2004 bis 20.4.2005, die Retrospektive Panorama des arabischen Films โ ein halbes Jahrhundert: 1954 โ 2004.
Kuratorium [Ausstellung]: Hans-Peter Reichmann. Kuratorium [Filmreihe]: Ulrike Stiefelmayer

Flรผgelschlag Engel im Film | Engel in der Kunst
24.11.2004 โ 28.3.2005 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Engel nehmen im Film eine ganz besondere Stellung ein. Sie lenken das Geschehen, รผberbringen Botschaften und sorgen sich um die Menschen. Manchmal aber handeln sie nur allzu menschlich. Die Ausstellung, eine Kooperation mit der Deutschen Kinemathek | Filmmuseum Berlin [Idee und Ausstellungsgestaltung: Nicole Rother | Kuratorium: Kristina Jaspers, Nils Warnecke], visualisierte diese Lichtgestalten und zeigte ihre Bezรผge zur Bildenden Kunst, zur Musik und Religion. Filmausschnitte und atmosphรคrische Klanginstallationen entfรผhrten in die Welt der Engel. Kostรผme machten die flรผchtigen, im Film oft unsichtbaren Gestalten sinnlich erfahrbar. Die Besucherinnen und Besucher wurden eingeladen zu einer Reflexion รผber das Kino als Ort der Engel und Trรคume.
Das Kino des DFM zeigte eine themenbezogene Filmreihe.
In Frankfurt am Main: Begleitend zu der Ausstellung im Filmmuseum, luden das Stรคdelsche Kunstinstitut und Stรคdische Galerie sowie das Liebieghaus โ Museum alter Plastik zu einer Reise durch die Kunstgeschichte der Engel. Den Besuchenden begegneten Engel auf Gemรคlden und als Skulpturen, die zu einem spannenden Vergleich mit den Filmengeln animierten. Projektleitung: Hans-Peter Reichmann mit Team.
Schirmherr: Wim Wenders




Christel & Margret Tenbuร Star-Fotografinnen
5.12.2004 โ 23.1.2005 Galerie im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main
Die durch Presse und Fernsehauftritte bekannten Zwillinge Christel und Margret [โ 4.3.2021] Tenbuร [* 1936] haben in ihrer 50-jรคhrigen fotografischen Tรคtigkeit unzรคhlige Stars aus Film und Fernsehen vor die Objektive ihrer Kameras bekommen. Die Ausstellung zeigte 260 ihrer Fotografien: darunter Aufnahmen von Alain Delon, Romy Schneider, Hildegard Knef, Uschi Glas, Brigitte Bardot, Clint Eastwood, Elizabeth Taylor, Hardy Krรผger, Hanna Schygulla oder Rainer Werner Fassbinder.
Kuratorium: Hans-Peter Reichmann. Assistenz: Beate Dannhorn. Leihgeber: Galerie Frank Schlag, Essen


Am Set von HEIMAT 3 Fotografien von Bernd Weisbrod
30.1. โ 1.5.2005 Galerie im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main

Die Filmzyklen HEIMAT | DIE ZWEITE HEIMAT und HEIMAT 3 [1984โ2004] von Regisseur und Autor Edgar Reitz stellen das grรถรte erzรคhlerische Projekt der deutschen Filmgeschichte dar. Bernd Weisbrod begleitete als einziger Fotograf die kompletten Dreharbeiten zu HEIMAT 3. Die Fotoausstellung zeigte einen exklusiven Blick auf die Filmproduktion.

Rosa von Praunheim Aus Tante Luzis Fotoalbum die schillersten Posen des Bettwurst-Stars
7.5. โ 31.7.2005 Galerie im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main

Seinem Star, seiner Muse und Lieblingstante Luzi Kryn widmete Regisseur Rosa von Praunheim die Ausstellung. Lucia ยปLuziยซ Kryn in seinem frรผhen Spielfilm DIE BETTWURST [Deutschland 1970] eine kleinbรผrgerliche und doch schrille Sekretรคrin, die sich am Kieler Hafen in den viel jรผngeren Hilfsarbeiter Dietmar verliebt.
Kuratorium: Hans-Peter Reichmann. Assistenz: Maren Wurster

HARDY KRรGER Filmstar | Autor | Weltenbummler
13.4. โ 26.6.2005 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main.

THE ONE THAT GOT AWAY [Roy Ward Baker] ist der Titel des englischen Spielfilms, mit dem Hardy Krรผger [*12.4.1928 โ 19.1.2022] 1957 seine internationale Filmkarriere beginnt. Ein Lauf in die Freiheit โ nicht nur fรผr den deutschen Fliegeroffizier, dessen Flucht aus britischer Kriegsgefangenschaft der Film [dt. Titel: Einer kam durch] schildert. Auch der Schauspieler Hardy Krรผger mรถchte in den 1950er Jahren mehr sein als nur ein bundesdeutscher Filmstar. Hardy Krรผger ยปgot awayยซ. Als erster deutscher Schauspieler ist er im britischen und franzรถsischen Nachkriegsfilm erfolgreich. Er wurde durch รถffentliche Stellungnahmen und eine bewusste Auswahl seiner Rollen zum inoffiziellen Botschafter seines Landes. Mit HATARI! [USA 1962 | Howard Hawks] gelang Krรผger der Durchbruch in den USA. Seine Reiseerzรคhlungen der Weltenbummler-Reihe erreichten seit 1987 ein Millionenpublikum im deutschen Fernsehen. In den spรคteren Jahren war er sich vor allem als Autor tรคtig.
Das Kino des DFM zeigte eine begleitende Filmreihe.
Kooperation mit Deutsche Kinemathek | Filmmuseum Berlin. Konzeption der Berliner Ausstellung: Peter Jammerthal mit Nils Warnecke | Christina Ohlrogge. Kuratorium der Frankfurter Ausstellung: Hans-Peter Reichmann. Assistenz: Maren Wurster


STOP MOTION DIE FANTASTISCHE WELT DES PUPPENTRICKFILMS
13.7. โ 16.10.2005 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main
Bild fรผr Bild, mit kleinen Verรคnderungen der Pose โ so entsteht ein Puppentrickfilm im Stop-Motion-Verfahren. Erst im fertigen Film werden die Figuren lebendig. Produktionsprozess, Geschichte und Exponate internationaler Leihgeberinnen und Leihgeber prรคsentierte das Museum in einer Kooperation mit clayart/scopas medien AG und dem Kindermuseum des Historischen Museums, Frankfurt am Main.
Zur Ausstellung erschien eine Publikation und ein Bastelset fรผr Kids. Das Kino des DFM zeigte eine Filmreihe.
Kuratorium: Daniela Dietrich | Hans-Peter Reichmann [Projektleitung] | Thomas Schneider-Trumpp | unterstรผtzt von Christian Appelt


Mรคrchenwelten Der Schauspieler | Regisseur und Produzent Fritz Genschow
25.9. โ 27.11.2005 Galerie im Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Genschow [* 15.5.1905 โ 21.6.1977], der 2005 seinen 100. Geburtstag gefeiert hรคtte, ist in den 1950er Jahren mit Mรคrchenverfilmungen bekannt geworden. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird er als Onkel Tobias die beliebteste Figur im RIAS-Kinderfunk. Die Ausstellung gab Einblicke in den Nachlass, der sich in der filmbezogenen Sammlung des Deutschen Filmmuseums befindet.
Zur Ausstellung erschien eine gleichnamige Publikation mit einem Text von Sigrid Scherer [ISBN-3-88799-073-0].
Kuratorium: Hans-Peter Reichmann [Projektleitung] mit Johannes Kamps unterstรผtzt von Tobias Krรคhenbรผhl und Thomas Worschech. Gestaltung: conceptdesign
DIE KOMMISSARINNEN Fotografien von Herlinde Koelbl
1.11.2005 โ 22.1.2006 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main


Die Jagd nach Verbrechen lag lange in den Hรคnden von Mรคnnern, nicht nur in der Wirklichkeit, sondern auch in der Fiktion. Vaterfiguren wie Der Kommissar [Eric Ode] oder Stephan Derrick [Horst Tappert] stellten im Fernsehen die gesellschaftliche Ordnung wieder her. Spรคter taten es ihnen Rebellen von der Schlagkraft eines Horst Schimanski [Gรถtz George] gleich. Seit den 1970er Jahren wird diese Domรคne von Frauen in Frage gestellt. Und das mit Erfolg. Inzwischen [Stand 2005] ermitteln รผber 100 Schauspielerinnen im deutschen Fernsehen, unter ihnen Hannelore Elsner, Andrea Sawatzki, Iris Berben und Hannelore Hoger. Grund genug, ihnen eine Ausstellung zu widmen und zu fragen: Wie kam es zu diesem Rollentausch? Und was hat dies mit der Wirklichkeit zu tun? Der Prolog der Ausstellung war dabei den Frankfurter TV-Kommissarinnen gewidmet.
Das Kino des DFM zeigte eine begleitende Filmreihe.


Konzeption [Deutsche Kinemathek | Filmmuseum Berlin]: Gerlinde Waz | Peter Paul Kubitz. Frankfurt am Main: Hans-Peter Reichmann [Projektleitung] mit Monika Haas [Filmreihe], Tim Heptner [Koordination], Maren Wurster [Begleitprogramm]
Victor Vicas Kosmopolit und Filmemacher
11.12.2005 โ 19.2.2006 Galerie im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main

Victor Vicas [* 25.3.1918 Moskau โ 9.12.1985 Paris]: Kameramann, Autor, Produzent erlebte eine vielschichtige Karriere in Kino und Fernsehen. Auf dem Hรถhepunkt seines Schaffens in den fรผnfziger Jahren gehรถrte er zu einem der international gefragtesten Regisseure. Als Emigrant und Weltbรผrger zugleich drehte er Filme in verschiedenen Lรคndern.
Die Ausstellung gab Einblick in den Nachlass, den Li Erben, die Witwe von Vicas, bereits Anfang der 1990er Jahre in die Museumssammlung รผbergeben hatte.
Nachlassakquise | Projektleitung: Hans-Peter Reichmann. Kuratorium [Ausstellung | Filmreihe]: Ronny Loewy [โ ]
Garbo’s Garbos Portraits from her Private Collection
7.2. โ 7.5.2006 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Erstmals in Europa und einmalig in Deutschland, prรคsentierte die im kalifornischen Santa Barbara Museum of Art [Kurator: Robert Dance] erstellte Ausstellung rund 90 Aufnahmen renommierter Fotografen wie Edward Steichen, Arnold Genthe, George Hurrell, Clarence Sinclair Bull & Ruth Harriet Louise aus dem persรถnlichen Besitz von Greta Garbo [* 18.9.1905 โ 15.4.1990]. Ursprรผnglich dienten die Fotografien als Werbemittel fรผr ihre Filme. Nun zeugen sie von der Kraft des fotografischen Abbilds, das die Garbo zur Legende machte.
Kuratorium [Frankfurt am Main]: Hans-Peter Reichmann mit Jessica Niebel. Koordination: Maja Keppler
[letzte Ausstellung des Deutschen Filmmuseums vor der Integration in den Deutsches Filminstitut โ DIF e.V.]
helga anders und roger fritz ZWISCHEN UNS BEIDEN
5.3. โ 28.5.2006 Galerie im Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Hommage an die Schauspielerin Helga Anders [* 11.1.1948 โ 31.3.1986] und den Regisseur, Schauspieler und Fotografen Roger Fritz [* 22.9.1936 โ 26.11.2021]. Sie war ยปKinderstarยซ und ยปMuse des Neuen Deutschen Filmsยซ, er ยปJungfilmerยซ und ยปRebellยซ.
Ausstellung und Filmreihe zeichneten nach, wie sie gemeinsam die deutsche Filmszene der 1960er und 1970er Jahre er- und belebten.
Idee | Kuratorium: Hans-Peter Reichmann. Assistenz: Julia Kรถppen und Maren Wurster

[letzte Galerieausstellung des Deutschen Filmmuseums vor der Integration in den Deutsches Filminstitut โ DIF e.V.]
DOPPELPASS Frankfurter Fuรballfilm Festival
20.4. โ 6.6.2006 Filme | Symposium | Galerieausstellung im Deutschen Filmmuseum sowie Publikation anlรครlich der Fifa-Fuรball-Weltmeisterschaft der Mรคnner [9.6.โ9.7.] gemeinsam mit dem Deutschen Olympischen Institut [DOI]
Was haben Fuรball und Film miteinander zu tun? Es ist wohl anzunehmen, dass viele Fuรballerinnen und Fuรballer gerne ins Kino gehen. Sicher wissen wir von der Fuรballbegeisterung vieler Filmschaffenden. Rainer Werner Fassbinder war Bayern Mรผnchen-Fan. Die Kicks bei den Hofer Filmtagen mit ihm, Werner Herzog und anderen Filmmachern sind legendรคr. Regisseur Sรถnke Wortmann [DAS WUNDER VON BERN | BR Deutschland 2003] hรคtte um ein Haar eine Karriere als Fuรballprofi eingeschlagen. Bei so viel Zuwendung der Kreativen fรผr die ยปschรถnste Nebensache der Weltยซ wundert es nicht, dass seit 1898 eine Vielzahl von Filmen รผber Fuรball โ mit und ohne Fuรballer โ entstanden ist. Die Veranstaltungsreihe gab dazu einen รberblick in Theorie und Praxis …
Idee | Konzeption | Organisation | Projektleitung: Hans-Peter Reichmann mit Andreas Hรถfer [DOI] und Horst Martin [Presse], Monika Haas | Natascha Gikas [Filmreihe | Begleitprogramm]

Bernhard Wicki Fotografien
17.5. โ 30.7.2006 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

ยปIch begann wie ein Bessener zu fotografieren.ยซ Bernhard Wicki
Als Bernhard Wicki [* 28.10.1919 โ 5.1.2000] sich 1952 der Fotografie zuwendet, ist er bereits ein gefragter Theaterschauspieler, der sich auch im Film bald einen Namen als Regisseur und Schauspieler machen wird. Der Besuch einer Fotoausstellung im schweizerischen Luzern wurde fรผr ihn zur Inspiration und zu einem Schlรผsselerlebnis.
Als Autodidakt streifte er durch Paris und erkundete die Mรถglichkeiten des Fotografierens, wurde vom Beobachteten zum Beobachter. Sein Interesse galt dem Alltรคglichen, dem Zufรคlligen.
Im Mittelpunkt die Menschen, auch dort, wo sie auรerhalb des Bildes bleiben. In den folgenden Jahren entstanden auf Reisen durch Europa, Asien und Nordafrika zahllose Aufnahmen, die Wicki selbst entwickelte und vergrรถรerte. Zu sehen waren Menschen, Impressionen, Stilleben und Portrรคts von Kรผnstler-Kolleginnen und -Kollegen wie Romy Schneider, Horst Buchholz, Liselotte Pulver oder Maria Schell.
Die rund 90 Vintage Prints zeigten einen Querschnitt des fotografischen Werks – ergรคnzt durch eine Auswahl er Gedichte des Schauspielers und Regisseurs.
Kuratorium: Inka Graeve Ingelmann [โ ]
Koordination Frankfurt am Main: Hans-Peter Reichmann mit Jessica Niebel. Filmreihe: Petra Kappler
Leihgebende: Elisabeth Wicki-Endriss und Niederรถsterreichisches Landesmuseum St. Pรถlten

Fuรball. Still.
2.6. โ 17.9.2006 Galerie im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main

Ikonografische und doch verfremdete Fuรballbilder โ Standbilder von Volker Hildebrandt zur Fuรball-Weltmeisterschaft.
Der Kรถlner Medienkรผnstler stellte Fuรballaufnahmen aus, die Geschichte schrieben. Mit groรformatigen Collagen und Gemรคlden schafft er neue, eigene Ansichten des ยปWunders von Bernยซ 1954, des Wembley-Tores von 1966, Gรผnter Netzers legendรคre Selbsteinwechslung 1973 oder Franz Beckenbauers Spaziergang nach dem WM-Finale 1990.
Die Methode ist so einfach wie wirkungsvoll: Aus ยปgefundenenยซ Film- und Fernsehaufnahmen extrahiert Hildebrandt einzelne Standbilder, Stills, die er in Serie montiert.
Kuratorium: Hans-Peter Reichmann mit Volker Hildebrandt. Assistenz: Tim Heptner
Lightning Water | Kino auf dem Main
2.7.2006 Frankfurter Mainufer


DAS BOOT Auf der Suche nach der Crew der U 96
19.11.2006 โ 7.1.2007 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main
Zum 25. Mal jรคhrte sich die Urauffรผhrung [17. September 1981] der international erfolgreichsten deutschen Filmproduktion nach dem Roman von Lothar-Gรผnther Buchheim. Regisseur Wolfgang Petersen [* 14.3.1941 โ 12.8.2022] und Kameramann Jost Vacano [* 15.3.1934] inszenierten die Geschichte des U 96 im Zweiten Weltkrieg unter anderem mit Jรผrgen Prochnow, Heinz Hoenig, Martin Semmelrogge, Otto Sander und Herbert Grรถnemeyer. Zur Ausstellungserรถffnung kamen zahlreiche Mitglieder von Cast und Crew.
Zur Ausstellung erschien ein umfangreicher Begleitband. Das Kino des DFM zeigte eine Filmreihe mit U-Doot-Filmen.
Kooperation mit der Universitรคt der Kรผnste, Berlin [Idee | Interviews | Kuratorium: Sven Femerling, Georg Grill] und der Bavaria-Film, Mรผnchen. Projektleitung: Hans-Peter Reichmann. Koordination: Tim Heptner. Postproduktion Interviews: Niclas Dietrich. Szenografie: Carsten Bauer. Lektorat Ausstellungstexte: Katja Thorwarth. Unterstรผtzt von: Julia Kรถppen | Jessica Niebel | Virginia Schultheis | Sabine Heiniger | Horst Martin | Lisa Dressler | FH Montage | Julia Gรถbel | Uwe Wรถlke | Christian Appelt. Filmreihe: Winfried Gรผnther
weitere Station: Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Bonn [15.11.2007 โ 24.2.2008]




MARIA SCHELL
31.1. โ 17.6.2007 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Ausstellung รผber das Leben, Schaffen und den Nachlass der Schauspielerin Maria Schell [1926โ2005], der sich in den filmbezogenen Sammlungen des Museums befindet. Der Nachlass umfasst Hunderte von Fotografien, Drehbรผchern, Vertrรคgen, Notizen, Widmungsexemplaren und Fanpost โ eindrucksvolle Zeugnisse einer internationalen Karriere. Die Ausstellung prรคsentierte eine umfangreiche Auswahl an Bild- und Tondokumenten, die eine Kรผnstlerin zeigten, die รผber Jahrzehnte hinweg mit ihren Rollen und ihrem Leben im Mittelpunkt des รถffentlichen Interesses stand.
Fรผr die Besucherinnen und Besucher bot sich die Gelegenheit, Erinnerungen wachzurufen, eigene Bilder im Gedรคchtnis neu zu beleben oder bislang Unbekanntes zu entdecken โ nicht zuletzt im Kino, in den Filmen mit Maria Schell.
Zur Ausstellung erschien ein Begleitband mit Texten zu Leben und Werk der Schauspielerin. Das Kino des DFF zeigte Filme mit Maria Schell.
Idee | Projektleitung | Kuratorium [Frankfurt am Main und Wolfsberg]: Hans-Peter Reichmann mit Maja Keppler. Assistenz [Frankfurt am Main]: Julia Kรถppen. Medienschnitt: Dirk Schulz. Lektorat: Katja Thorwarth. Nachlasserfassung: Sandra Pappe. Wissenschaftliche Recherchen: Johannes Kamps. Ausstellungsgestaltung: Exposition
weitere Station: Wolfsberg [รsterreich], Schloss Wolfsberg [15.7. โ 28.10.2007]

ยปWenn die Kamera einmal lรคuft, kann man nicht schwindeln. Die Augen verraten die Gedanken und die Gefรผhle. Man kann eine Seele nicht retuschieren.ยซ Maria Schell, 1971










Asta Nielsen
24.4. โ 16.9.2007 Galerie im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main

Die Dรคnin Asta Nielsen [* 11.9.1881 โ 25.5.1972] spielte zwischen 1910 und 1933 in รผber 70 Filmen, darunter zahlreiche Produktionen der Frankfurter Projektions-AG ยปUnionยซ (PAGU). Als eine der ersten Schauspielerinnen befreite sie das Filmbild von der theatralischen Gestik der Bรผhne und prรคgte damit eine neue, filmische Ausdrucksweise. Ihr nuanciertes, zurรผckgenommenes Spiel wirkte stilbildend und lรคsst die Kraft ihrer Darstellungen bis heute spรผrbar werden. Es scheint, als sei die Nahaufnahme eigens fรผr sie erfunden worden โ so auรergewรถhnlich facettenreich war ihre Mimik.
Neben historischen Filmplakaten prรคsentierten wir erstmals Dokumente und Objekte aus ihrem Nachlass, der sich in der Deutschen Kinemathek Berlin befindet, ergรคnzt durch ausgewรคhlte Exponate aus der Sammlung des Deutschen Filmmuseums.
Ein besonderer Ausstellungsschwerpunkt widmete sich der Restaurierung einer von uns wiederentdeckten, viragierten Filmkopie von HAMLET [Deutschland 1920|1921, Regie: Svend Gade, Heinz Schall]. Diese Fassung wurde im Rahmen der Retrospektive der Internationalen Filmfestspiele Berlin [Berlinale] erneut der รffentlichkeit vorgestellt.
Idee | Kuratorium: Hans-Peter Reichmann: Assistenz: Anke Mebold, Anna Schulz und Tim Heptner. Recherchen: Johannes Kamps
Schirmherrin: I.K.H. Prinzessin Benedikte zu Dรคnemark




Karl Valentin Filmpionier und Medienhandwerker
11.7. โ 11.11.2007 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main

Ausstellung, Retrospektive und Publikation wรผrdigten das vielfรคltige Werk von Karl Valentin, dessen Geburtstag sich am 4. Juni 2007 zum 125. Mal jรคhrte. Das Projekt widmete sich Valentins medienkรผnstlerischen Schaffen und ging รผber die ยปรผblicheยซ Darstellung als Komiker, Kabarettist und Mรผnchner Original hinaus.
Das Multitalent erkannte frรผh die Mรถglichkeiten der Kinematografie und grรผndete bereits 1912 in Mรผnchen sein eigenes ยปKunstlichttheaterยซ. Noch zur Stummfilmzeit begleitet Valentin Filme mit Toneffekten und versorgt Kinos mit originellen Dia-Shows. Seine populรคren Sketche mit Lisl Karlstadt inszeniert er auf der Bรผhne, im Film, auf Schallplatte und im Rundfunk.
Kooperation mit dem Filmmuseum Dรผsseldorf. Kuratorium: Klaus Gronenborn, Matthias Knop. Erstprรคsentation: 27.1.โ22.3.2007. Hauptleihgeber: Valentin-Karlstadt Musรคum am Isartor, Mรผnchen [Sabine Rinberger], Theaterwissenschaftliche Sammlung der Universitรคt zu Kรถln [Prof. Dr. Elmar Buck, Dr. Gerhard Kรถhler]
Kuratorium | Projektleitung in Frankfurt am Main | Berlin: Hans-Peter Reichmann. Koordination [Frankfurt am Main | Berlin]: Tim Heptner. Assistenz: Johanna Ruhl [Frankfurt am Main], Julia Gรถbl [Berlin]. Fรผr Frankfurt am Main und Berlin wurde die Ausstellung neu gestaltet und durch weitere Exponate, Filminstallationen und eine Publikation ergรคnzt. Videoschnitt: Dirk Schulz. Bau | Grafik [Frankfurt am Main | Berlin]: Petra Brockhaus | Karl-Heinz Best
Zur Frankfuter Ausstellung erschien eine Publikation. Das Kino des DFM zeige Karl Valentin-Filme.
weitere Stationen: Martin Gropius Bau, Berlin [25.1. โ 21.4.2008] | Hannover [Wilhelm-Busch-Museum]




Die endgรผltige Wahrheit รผber Arnold Hau?!
7.10.2007 โ 10.2.2008 Galerie im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main

Recherchen | Konzeption | Organisation: Susanne Neubronner. Idee | Projektleitung: Hans-Peter Reichmann. Videoschnitt: Dirk Schultz. Gestaltung: Karl-Heinz Best
ANIME! HIGH ART โ POPCULTURE
27.2. โ 3.8.2008 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main [Gemeinschaftsausstellung mit Mangamania โ Comic-Kultur in Japan โ 1800 bis 2008 im Museum fรผr Angewandte Kunst Frankfurt, 27.2. โ 25.5.2008]
Mit zwei Ausstellungen, einer Publikation, einer Filmreihe und einem museumspรคdagogischen Begleitprogramm prรคsentierten wir gemeinsam mit dem Museum fรผr Angewandte Kunst ein Phรคnomen aus Japan: Manga | Anime. Es ist multimedial und beschrรคnkt sich nicht auf Comics, Filme oder TV-Serien. Merchandiseartikel in allen Facetten, Computer- und Videospiele, Handydownloads und DVDs sind zu erstaunlichen Wirtschaftsfaktoren geworden โ und dies nicht nur in Nippon. Die internationale Gemeinde der Otaku ist lรคngst keine subkulturelle Erscheinung mehr. Dies zeigt nicht zuletzt die zeitgenรถssische Kunst, die die universale Einsetzbarkeit der Bildsprache von Manga | Anime nutzt. Beispiele hierfรผr waren in der Ausstellung im Original zu sehen.
Hauptleihgebende waren Mike & Jeanne Glad.
Die Ausstellung stand unter der Schirmherrschaft des Botschafters von Japan, Seiner Exzellenz Takano Toshiyuki, und dem japanischen Generalkonsul, Herrn Hanada Yoshitaka.
Zur Ausstellung erschien eine umfangreiche Publikation. Das Kino des DFM zeigte eine Manga-Filmreihe.
Kurator:innenteam: Susanne Neubronner | Jessica Niebel | Hans-Peter Reichmann [Projektleitung Deutsches Filmmuseum], Stephan von der Schulenburg [Projektleitung Museum fรผr Angewandte Kunst Frankfurt] mit Martha-Christine Menzel und Dianah Zan. Gestaltung: Karl-Heinz Best
weitere Stationen: Louisiana Museum of Modern Art, Humlebaek, Dรคnemark [8.10.2008 โ 22.2.2009] || Academy of Motion Picture Arts and Sciences, Los Angeles [15.5. โ 23.8.2009] || Cultuurcentrum Caermersklooster, Gent, Belgien [9.10. 2009 โ 10.1.2010]



ALLES รBER ROSEMARIE
29.7. โ 2.11.2008 Galerie im Deutschen Filmmuseum, Frankfurt am Main
Anfang der 1990er Jahre lรถste der Filmproduzent Ludwig ยปLuggiยซ Waldleitner [* 1.12.1913 โ 16.1.1998] sein Bรผro in der Mรผnchner Schรผtzenstraรe auf. Gemeinsam mit Kollegen konnte ich die dort lagernden Bestรคnde an Filmkopien, Stand- und Arbeitsfotos, Plakaten und Werbematerialien seiner 1951 gegrรผndeten Roxy Film nach Frankfurt am Main holen. Tatkrรคftig unterstรผtzt von seiner Sekretรคrin entschied Herr Waldleitner persรถnlich, welcher Umzugskarton mitgenommen werden durfte und welcher Aktenordner vorerst noch vor Ort bleiben sollte.
Die Sammlung kam in das Filmarchiv und die filmbezogenen Sammlungen des Museums. Der Kontakt zwischen dem Produzenten bestand bis zu seinem Tod. Kurz darauf konnten wir auf Vermittlung seiner Witwe Angela Waldleitner auch die verbliebenen Objekte und Unterlagen abholen โ darunter seine Bรผroeinrichtung, inklusive aller Preise, Urkunden, gerahmten Erinnerungsfotos, das reprรคsentative Telefon und das Sofa, auf dem er vielfach alleine oder mit Stars und Sternchen auf Fotografien zu sehen ist.
Der Bestand ist ersterfasst und diente zurรผckliegend als Primรคrquelle fรผr zahlreiche wissenschaftliche Arbeiten. In der Galerie des Deutschen Filmmuseums prรคsentierten wir Objekte aus dem Nachlass. Exponate, die die vielfรคltige Produzententรคtigkeit von Luggi Waldleitner dokumentierten โ zu seinen Mario Simmel-Verfilmungen, dem [Kino-]Erstling von Wolfgang Petersen [BR Deutschland 1974 | EINER VON UNS BEIDEN] oder zu der Zusammenarbeit mit Rainer Werner Fassbinder [BR Deutschland 1981 | LILI MARLEEN]. Und wir zeigten die Entstehungsgeschichte und Rezeption eines seiner erfolgreichsten Filme: DAS MรDCHEN ROSEMARIE [Rolf Thiele], der Geschichte von Rosemarie Nitribitt, die als Edelprostituierte in der Nachkriegsbundesrepublik zu Reichtum kam und schlieรlich ermordet wurde. 1958 war die Produktion ein sogenannter Skandalfilm, nicht nur wegen seines Sujets, sondern auch wegen der zahlreichen Versuche, seine Auffรผhrung zu verhindern. Die Handlung spielt in Frankfurt am Main, zum Teil wurde an Orginalschauplรคtzen gedreht.
ยฉ Hans-Peter Reichmann 2023 [aktualisierter Text des Editorials im Museums-Programmheft 08/2008]
Idee | Kuratorium: Hans-Peter Reichmann [Projektleitung] mit Ursula Kรคhler [Redaktion], Maja Keppler [Koordination]. Grafische Gestaltung: Jens Mรผller



JIM RAKETE 1/8 sec. Augen|Blick|Portrรคts
24.9.2008 โ 4.1.2009 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main
Prominente Filmschaffende wurden 2007 vom Berliner Fotografen Jim Rakete mit der Plattenkamera portrรคtiert, ohne Effekte und digitale Nachbearbeitung. Die Prรคsentation war zugleich eine Hommage an die Portrรคtierten als auch ein Abschied von der analogen Fotografie. Neben dem Kรผnstler selbst waren auch einige der Persรถnlichkeiten aus Film und Musik zu Gast, um dem Publikum im Kino des Museums ihren Lieblingsfilm vorzustellen und danach mit dem Fotografen zu sprechen.
Das Kino des DFM zeigte eine Wunschfilm-Reihe. Gรคste im Gesprรคch mit Jim Rakete waren u.a.: Claudia Mรผller, die ihre Dokumentation von 2007: JIM RAKETE โ THE PASSENGER vorstellte | Martina Gedeck | Till Brรถnner | Ulrich Matthes.
Kuratorium: Jim Rakete | Hans-Peter Reichmann. Koordination: Susanne Neubronner. Assistenz: Sabine Forst. Grafik: Jens Mรผller





H.R. Giger Kunst โ Design โ Film
21.1. โ 26.7.2009 Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main
Der Schweizer Kรผnstler H[ans] R[uedi] Giger war einer der bedeutendsten Vertreter des ยปPhantastischen Realismusยซ. Die Sonderausstellung prรคsentierte sein gesamtes Filmdesign. Berรผhmtheit erlangte der am 5.2.1940 in Chur geborene und am 12.5.2014 in Zรผrich gestorbene Zeichner, Maler und Skulpturist mit der Kreation der Figur des Alien fรผr den gleichnamigen Filmklassiker von Ridley Scott [USA 1979], fรผr die er auch mit einem Oscarยฎ ausgezeichnet wurde.
Zur Ausstellung verรถffentlichten wir einen Begleitband, der fรผr die Prรคsentation in Finnland auch in finnisch erschien.
Projektleitung [Frankfurt am Main]: Hans-Peter Reichmann. Co-Kuratorium: Sven Femerling mit Carsten Bauer [Szenografie] Niclas Dietrich [Videoschnitt]. Koordination | Tour Management [Finnland]: Tim Heptner. Lektorat [Ausstellungstexte]: Katja Thorwarth
Unter der Schirmherrschaft des Schweizerischen Generalkonsulats in Frankfurt am Main.
weitere Station: 30.1. โ 5.4.2010 Art Museum, Tampere [Finnland]








Lost Media: Found
17.2. โ 5.4.2009 Galerie des Deutschen Filmmuseums, Frankfurt am Main


Kooperation mit der HfG Offenbach [Rotraut Pape | Studierende]. Projektkoordination: Susanne Neubronner, Hans-Peter Reichmann
SCHรTZE DEUTSCHER FILMGESCHICHTE
1.4. โ 31.5.2009 Deutsches Filmhaus, Wiesbaden

Ausstellung der Friedrich Murnau-Stiftung zur Erรถffnung des Deutschen Filmhauses in Wiesbaden.
Besucherinnen und Besucher konnten in der Prรคsentation herausragende Werke der deutschen Filmgeschichte wieder oder neu entdecken. Aus dem Film- und Rechtebestand der Friedrich Wilhelm Murnau-Stiftung wurden 15 historische Meilensteine ausgewรคhlt: darunter Robert Wienes expressionistischer Klassiker DAS CABINET DES DR. CALIGARI [1919|1920], Friedrich Wilhelm Murnaus filmรคsthetisch virtuoses Drama DER LETZTE MANN [1924] und Fritz Langs Meisterwerk METROPOLIS [1925|1926], das zum Weltkulturerbe der UNESCO zรคhlt.
Die Exponate โ Plakate, Aushangfotos, Architekturzeichnungen, Drehplรคne, Programmhefte, Partituren, Modelle, Requisiten โ kamen aus den Bestรคnden der Murnau-Stiftung sowie mit ihr verbundenen Institutionen [Bundesarchiv, Berlin | Deutsches Filmmuseum, Frankfurt am Main | Deutsches Filminstitut e.V., Frankfurt am Main | Deutsche Kinemathek. Museum fรผr Film und Fernsehn, Berlin | Filmmuseum Landeshauptstadt Dรผsseldorf | Filmmuseum Potsdam].
Idee | Exponatsrecherche | Kuratorium: Hans-Peter Reichmann
Bernhard Grzimek โ Zum 100. Geburtstag
21.4. โ 16.8.2009 Galerie des Deutschen Filmmuseums, Frankfurt am Main
Mit der Galerieausstellung wรผrdigte das Museum das Film- und Fernsehschaffen von Bernhard Grzimek, der am 24. April 2009 100 Jahre alt geworden wรคre. In den Bereichen LEBEN UND WIRKEN | KURZFILME VON BERNHARD UND MICHAEL GRZIMEK | KEIN PLATZ FรR WILDE TIERE | SERENGETI DARF NICHT STERBEN | PROF. GRZIMEK BEI DER ARBEIT | EIN PLATZ FรR TIERE wurden unter anderem Ausschnitte aus Dokumentarfilmen, Fotografien von Dreharbeiten, Dokumente, Plakate und Preise prรคsentiert.
Zusammenarbeit mit Erika und Christian Grzimek und dem Zoo Frankfurt am Main
Kuratorium | Organisation: Susanne Neubronner | Jessica Niebel | Hans-Peter Reichmann [Projektleitung]. AV-Kompilation: Marco Kรผhne. Gestaltung und Realisierung: Karen Wieland | Jens Mรผller
Vom 20.4. โ 26.7.2009 fand im Zoo Frankfurt unter dem Titel EIN PLATZ FรR WILDE TIERE. Bernhard Grzimek zum 100. Geburtstag eine Partnerausstellung statt.
